Die Griots(frz)/Djeli/Jeli - Die Sänger, Zeremonienmeister und Historiker

(im folgenden Text „Jeli“ genannt)

Sie können nicht unerwähnt bleiben, obwohl durch die Überbewertug der Djembe durch den Weissen Mann/Frau, ist einiges in der Hintergrund getreten, was vorher wichtiger war, als "Djembe Getrommel”.

Bei den traditionellen Festen der Malinké geben sie den Ton an. Sie eröffnen das offizielle Festgeschehen, indem sie Bezug nehmen auf das Ereignis, weswegen alle zusammengekommen sind. Sie rezitieren über die Familie/n die massgeblich daran beteiligt sind. Sie stimmen die Lieder an, auf welche dann die Trommler passend einsteigen, und sie beenden auch die einzelnen Trommel/Tanz Passagen. Ihre Rolle ist durch den Einfluss weisser Trommler, deren moderne Trommelbauweise mehr Trommelspannung und einen höheren Klang ermöglicht, erschwert worden, und sie greifen heutzutage immer öfter zu einem Megaphon (siehe Bild unten) um gehört zu werden. Leider benutzen sie es inzwischen auch, wenn keine Trommeln spielen.

Griot Westafrika Guinea mit megaphon

Es gibt aber auch Jeli, die sich als Historiker betätigen.

Die Malinke bewahren ihre Geschichte nicht in Büchern auf, sondern in den Köpfen von speziell ausgebildeten Menschen einer Kaste, die “Jeli” genannt werden.
Fadama (einige km westlich von Baro) ist einer von zwei Orten in Guinea, die dafür verantwortlich sind, das Wissen ihres Volkes zu bewahren. Jeli aus allen Teilen des Malinke Lebensraumes kommen nach Fadama, um in deren Techniken, Wissen und Geheimnisse eingeweiht zu werden.

Allerdings haben die Jeli über die Jahre ihren guten Ruf und ihre Wichtigkeit eingebüsst. Früher konnten hochgestellte Persönlichkeiten nicht ohne Begleitung von Jeli das Haus verlassen. Je mehr Jeli man hatte (sich leisten konnte), desto höher angesehener war man, und je mehr und besser man von den Jeli besungen und gepriesen wurde. Die Jeli waren am engagiertesten, wenn sie entsprechend entlohnt wurden. Da startet der erste Verdacht der Korruption. Je besser bezahlt, desto besser der Ruf. Die Jeli werden heute nicht mehr in der Form gebraucht, und ihnen haftet der Geruch von Falschheit an, trotzdem haben sie noch ihre Stellung in der Gesellschaft, aber die ist am bröckeln. Im Grunde genommen ist es die traurige Geschichte eines Berufstandes, der einmal hoch angesehen war, und jetzt nicht mehr benötigt wird. Entsprechend ungeschickt kämpfen sie um ihr Überleben - und kommen immer mehr in den Ruf geldgierig zu sein.

Manche von ihnen haben es geschafft international anerkannt zu sein. Man erkennt sie an ihrem Familiennamen (Kante, Diabate, Djeli,....).

Ausführliche Hinweise gibt es auch bei Wikipedia
Griot - aus Wikipedia
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Griot Jeli Djeli

in deutscher Sprache (nicht ganz so umfangreich, wie der Artikel in englischer Sprache)

Griot


aus Wikipedia, Die freie Enzyklopädie
Griot – Wikipedia

Dieser Artikel behandelt eine Tradition in Westafrika

Griot [ɡʀiˈo] (französisch), bezeichnet in Teilen Westafrikas einen berufsmäßigen Sänger, Dichter und Instrumentalisten, der in einer bestimmten Form des Gesangs epische Texte als Preissänger, Geschichtenerzähler, Lehrer oder rein zur Unterhaltung vorträgt. Griots tragen dazu bei, das durch mündliche Überlieferung traditionelles Wissen weitergegeben wird.

Die Herkunft des Wortes ist unklar. Möglicherweise stammt es vom Portugiesischen gritar, „schreien“. Portugiesen tauchten im 16. Jahrhundert als Erste an der westafrikanischen Küste auf. Griots als eigene gesellschaftliche Klasse gibt es unter schwarzafrikanischen und berberischen Volksgruppen in zahlreichen regionalsprachlichen Bezeichnungen: In den Mande-Sprachen heißen sie Jeli (Djeli) oder Jali, auf Maninka ebenfalls Jeli, bei den Soninke Gesere, Diare, bei den Tukulor Gaulo, Bambado und bei den Bidhan in Mauretanien Tigāwāten (Sing. Tigīwīt). Ferner heißen sie bei den Wolof Guewel, bei den Fulbe Mado oder Gawlo und bei den Hausa Marok'i.

Kultur

Die männlichen Griots und ihr weibliches Gegenstück, die Griottes, sind die Bewahrer der Geschichte, oralen Literatur und Musik ihrer Völker. Sie singen Preislieder zum Lob ihres Auftraggebers, erzählen Geschichten mit historischen, mythologischen oder satirischen Inhalten und unterhalten oder belehren dabei. Dazu begleiten sie sich auf Instrumenten und tanzen. Bei vielen traditionellen Zeremonien ist die Anwesenheit von Griots erforderlich.
Der Berufsstand, der mittelalterlichen Troubadouren ähnelt, ist überwiegend den Männern vorbehalten, die Angehörige bestimmter Sippen sind. Die berühmteste Griot-Familie ist die Sippe der Jobarteh (in französischer Schreibweise Diabaté). Weitere über Afrika hinaus bekannte Griot-Clans sind die Kanté, die Koité, die Kouyaté und die Cissokho (auch Sissoko geschrieben). Angehörige von Griot-Familien heiraten vielfach untereinander und bilden so eine feste Kaste.
Ihre Heimat ist das Siedlungsgebiet der Mandinke-Völker, also die heutigen Staaten Mali, Gambia und Senegal. In diesen westafrikanischen Staaten ist die Griot-Tradition bis heute lebendig. Viele gegenwärtige Musiker, Bühnenschauspieler, TV- und Radio-Moderatoren in Senegal entstammen bekannten Griot-Familien.
In den Zeltlagern der Mauren in Südmauretanien treten wandernde Griot-Familien auf, deren Sänger Iggāwen genannt werden und die sich auf der Laute Tidinit begleiten. Die Frauen spielen zu ihrem Gesang die Harfe Ardin.
in englischer Sprache)

Griot


From Wikipedia, the free encyclopedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Griot
This article is about the West African poets.

A griot (English pronunciation: /ˈɡri.oʊ/, French pronunciation: [ɡʁi.o], with a silent t) or jeli (djeli or djéli in French spelling) is a West African poet, praise singer, and wandering musician, considered a repository of oral tradition. As such, they are sometimes also called bards. According to Paul Oliver in his book Savannah Syncopators, "Though [the griot] has to know many traditional songs without error, he must also have the ability to extemporize on current events, chance incidents and the passing scene. His wit can be devastating and his knowledge of local history formidable." Although they are popularly known as 'praise singers', griots may also use their vocal expertise for gossip, satire, or political comment.
Griots today live in many parts of West Africa, including Mali, the Gambia, Guinea, Western Sahara, Mauritania and Senegal, and are present among the Mande peoples (Mandinka, Malinké, Bambara, etc.), Fulɓe (Fula), Hausa, Songhai, Tukulóor, Wolof, Serer, Mossi, Dagomba, Sahrawis, Mauritanian Arabs and many other smaller groups. The word may derive from the French transliteration "guiriot" of the Portuguese word "criado," or masculine singular term for "servant."
In African languages, griots are referred to by a number of names: jeli in northern Mande areas, jali in southern Mande areas, guewel in Wolof, gawlo in Pulaar (Fula), and igiiw (or igawen) in Hassaniyya Arabic. Griots form an endogamous caste, meaning that most of them only marry fellow griots and that those who are not griots do not normally perform the same functions that they perform.

Contents

1 Terms "griot" and "jali"
2 In the Mali Empire
3 In Mande society
4 Today
5 In popular culture


Terms "griot" and "jali"

The Manding term jeliya (meaning "musicianhood") is sometimes used for the knowledge of griots, indicating the hereditary nature of the class. Jali comes from the root word jali or djali (blood). This word is also the title given to griots in areas corresponding to the former Mali Empire. Though the usage "griot" is far more common in English, some griot advocates such as Bakari Sumano prefer the term jeli.
[edit]In the Mali Empire


The Mali Empire

(Malinke Empire), at its height in the middle of the 14th century, extended from central Africa (today's Chad and Niger) to West Africa (today's Mali and Senegal). The Empire was founded by Sundjata Keita, whose exploits remain celebrated in Mali even today. In the Epic of Sundjata, King Naré Maghann Konaté offered his son Sundiata a griot, Balla Fasséké, to advise him in his reign. Balla Fasséké is thus considered the first griot and the founder of the Kouyaté line of griots that exists to this day.
Each aristocratic family of griots accompanied a higher-ranked family of warrior-kings or emperors, which they called jatigi. In traditional culture, no griot can be without a jatigi, and no jatigi can be without a griot; the two are inseparable, and worthless without the other. However, the jatigi can accept a "loan" of his griot to another jatigi.
Most villages also had their own griot, who told tales of births, deaths, marriages, battles, hunts, affairs, and hundreds of other things.
[edit]In Mande society

In Mande society,

the jeli was as a historian, advisor, arbitrator, praise singer (patronage), and storyteller. Essentially, these musicians were walking history books, preserving their ancient stories and traditions through song. Their inherited tradition was passed down through generations. Their name, jeli, means "blood" in Manika language. They were said to have deep connections to spiritual, social, or political powers as music is associated as such. Speech is also said to have power as it can recreate history and relationships.

Today

Bakari Sumano, head of the Association of Bamako Griots in Mali from 1994 to 2003, was an internationally-known advocate for the importance of the griot in West African society.

In popular culture

In the Malian film Guimba the Tyrant directed by Cheick Oumar Sissoko, the storytelling is done through the village griot, who also serves to provide comic relief.
In the late novels of the Ivorian writer Ahmadou Kourouma, Waiting for the Wild Beasts to Vote takes the form of a praise-song by the Sora, the Griot, Bingo to the president-Dictator of the fictitious République du Golfe. His final novel Allah is not Obliged also prominently features a griot character.
There are also references in the Alex Haley's book Roots of a griot who passed his family history through oral tradition. When Haley traces back his history, passing from his previous generation through the slave time, back to Africa, he thought there should be griots telling his history and the history of his ancestor, known in the family as "The African", who was captured in the bushes when he was seeking timber to make a talking drum. When he arrived in Africa to do research for his book, he believed he had actually found griots telling his history. Through them he learned the ancestor's identity, Kunta Kinte. Since he had first heard the story from his grandmother and later refreshed by his older cousin, he believed that they were griots in their own way until someone put the story to writing. He later learned that his cousin had died within the hour of his arrival at the village.
In fact, however, this story illustrates the problems and complexities of oral tradition, especially when approached without expert knowledge. In 1981, it was shown (Wright, 1981) that the story of Kunta Kinte had been manufactured by a well-wisher. Following the publication of Roots, the story was being told in multiple versions with differing embellishments, having entered the stock of general stories.
In Paule Marshall's Praisesong for the Widow, the protagonist Avatara (Avey) might take on some of the characteristics of a griot, especially in her commitment to passing on to her grandchildren her aunt's oral story of the Ibos at the Landing, in which Africans brought to the U.S. Sea Islands to be slaves promptly turned around and walked back to Africa over the water.
Griot is the name of an instrumental track on Jon Hassell and Brian Eno's ambient music album Possible Musics.
Innercity Griots is the second album by Los Angeles Hip Hop group Freestyle Fellowship, released in 1993 through 4th & B'way Records. The group, consisting of four emcees: Aceyalone, P.E.A.C.E., Mikah 9 and Self Jupiter, received worldwide acclaim with their second project. Released during the prominent gangsta era of West Coast hip hop, Innercity Griots, along with albums like The Pharcyde's Bizarre Ride II the Pharcyde and Del tha Funkee Homosapien's I Wish My Brother George Was Here, established an acclaimed era of alternative hip hop in California.