Das Land - Die Republik Guinea

Die Republik Guinea liegt, relativ unbeachtet vom Rest der Welt, in Westafrika. Es wird an der linken Seite von dem etwas bekannterem Senegal, und rechts von dem Land mit dem einprägsamen Namen Elfenbeinküste berührt. Auch im Internet findet man nicht besonders viel Informationen über das Land.

Unterwegs-Strasse-Ort

Alles geschriebene Wort kann aber auch nicht das ersetzen, was man erlebt, sobald man dort ankommt. Alle sagen: "Es ist ein sehr afrikanisches Land". Was meistens wohl heisst, hier fühlt man sich wirklich nicht wie in Europa, Amerika, oder wo man gerade herkommt

Ober-Guinea

Das wichtigste Merkmal für uns, als Trommler, ist, dass Guinea die Heimat der Djembe ist. Hier kommen die meisten, der weltweit gespielten, Djembe Rhythmen her. Hier werden sie noch in ihrem ursprünglichen Zusammenhang gespielt, aber auch kräftig modifiziert. Hier bringen sie die Menschen so richtig in Bewegung, denn dazu sind sie da.

Barrati-Dynamik

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Guinea - das Land - Übersicht
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Die Republik Guinea - Übersicht:

Französisch: République de Guinée
Englisch: Republic of Guinea in Westafrika
Geographische Lage: 11°N - 12°N / 13°W - 17°W
Guinea liegt in Westafrika und grenzt im Nordwesten an Guinea-Bissau, im Norden an den Senegal und Mali, im Osten an Côte d'Ivoire, im Süden an Liberia und im Südwesten an Sierra Leone. Guineas Flüsse versorgen einen Großteil Westafrikas mit Wasser. Der Niger fließt vom südlichen Hochland nach Norden durch Mali, bevor er sich wieder nach Süden wendet (durch Niger, Benin nach Nigeria). Die Küstenebene besteht aus Mangrovensümpfen, während die Fouta-Djalon-Hügel im Landesinneren mehrere Gebirgszüge und Plateaus in Westguinea bilden. Im Nordosten liegen die Sahelzone, die sich bis nach Mali erstreckt. Der Süden ist gebirgig.
Zeitzone: MEZ - 1h
Fläche: 245.857 qkm
Höchster Punkt: Mont Nimba 1752 m
Tiefster Punkt: Atlantischer Ozean: 0 m
Längster Fluß: Niger 4200 km (Anteil Guinea)
Klima: Feucht-tropisches Klima mit einer Regenzeit von Mai bis Oktober und Luftfeuchtigkeit annähernd 100%.
Flora und Fauna: Das Hochland ist mit dichtem Regenwald bedeckt, in dem Edelhölzer wie Teak, Mahagoni und Ebenholz gedeihen. Ansonsten wird die Landschaft durch Savannen-Grasland geprägt. Es kommen die für die Region typischen Tierarten vor: Löwen, Leoparden und Schimpansen, in den Flüssen Flußpferde und Krokodile.
Hauptstadt: Conakry
Bevölkerung: 9,402.000 Bevölkerungsdichte: 38/qkm Ethnische Zusammensetzung: Peuhl 40%, Malinke 30%, Soussou 20%
Religion: Muslim 85%, Christen 8%, Naturreligionen 6%
Sprache: Französisch ist Amtssprache; einheimische Sprachen sind u. a. Susu, Mande und Ful.
Politisches System: Präsidialrepublik seit 1991 (III. Republik). Verfassung von 1991. Das Parlament (114 Mitglieder) wird alle 4 Jahre gewählt. Staatsoberhaupt: Lansana Conté, seit 1984. Regierungschef: Laimine Sidime, seit 1999. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1958 (ehemalige französische Kolonie).
Währung: 1 Guinean Franc = ca 10.000GNF (Stand Januar 2011)

Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 1.350 EUR
Wirtschaft: Die Mehrheit der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt (72%), Subsistenzwirtschaft herrscht vor. Neben der Landwirtschaft spielt der Bergbau eine große Rolle. Guineas große Bauxitvorkommen entsprechen einem Drittel der weltweiten Ressourcen und erbringen den Großteil der Exporterlöse. Diamanten, Gold und Aluminium werden ebenfalls abgebaut. Darüber hinaus existieren Pläne zum Abbau von Eisenerz und Granit. Dank seiner reichen Bodenschätze kam das Land in den Genuß massiver Entwicklungshilfe aus Ost und West. Guinea hat aus der wachsenden regionalen Zusammenarbeit Vorteile ziehen können; so produziert Kamerun z. B. Aluminium aus guineischem Bauxit. Guinea ist mit Liberia und Sierra Leone Mitglied der Mano River Union und gehört zusammen mit Gambia und Senegal zur Gambia River Basin Development Organisation. Ferner ist Guinea Mitglied der ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten). Unterstüzt durch den Internationalen Währungsfonds verfolgte das Land eine Liberalisierung der Wirtschaft und führte mehrere Strukturanpassungsprogramme durch. Guineas Hauptabsatzmärkte sind Frankreich und die USA, gefolgt von Belgien, Luxemburg, Spanien und Brasilien als weiteren wichtigen Handelspartnern. Reis, Mais, Hirse, Maniok, Ananas, Bananen, Erdnüsse, Orangen, Kaffee, Palmkerne, Viehzucht. Gewinnung von Bauxit, Eisenerz, Tonerde, Gold, Diamanten. Verarbeitung von Bauxit, Eisenerz, Lebensmittel-, Textil-, chem. Industrie, Möbelherstellung, Zementfabriken.
Exportgüter: Bananen, Ananas, Kaffee, Palmkerne, Bauxit, Tonerde, Gold, Diamanten.
Landwirtschaft: 24%
Industrie: 31%
Dienstleistung: 45%
Lebenserwartung: 46 Jahre
Analphabetenrate Männer: 45%
Analphabetenrate Frauen: 73%
Information: http://www.guinee.gov.gn

Das Land Hinter der flachen, sumpfigen Küste steigt das tropisch-feuchtheiße Land nach Nordosten zum Bergland Fouta Djalon (1515 m) der Oberguineaschwelle an. Das Innere nehmen Feuchtsavanne und, im nordöstlichen Grenzgebiet nach Mali zu, Trockensavanne ein.
Die Bevölkerung Die überwiegend islamische Bevölkerung gehort zwei Hauptgruppen an, den Sudaniden und den Fulbe; christliche Minderheiten leben vorwiegend in Städten.
Die Wirtschaft und der Verkehr Die Landwirtschaft liefert Reis, Südfrüchte, Erdnüsse, Hirse, Maniok und Süß-kartoffeln sowie für den Export Kaffee, Obst und Gemüse. Die Viehzucht (vor allem Rinder sowie Ziegen und Schafe) hat in den Bergländern Bedeutung, an der Küste die Fischerei (Thunfische). - Die Bodenschätze machen rund 85% des Ausfuhrwerts aus (besonders Bauxit, Gold und Diamanten). Im Industriegebiet Fria wird Bauxit zu Tonerde verarbeitet. - Das Straßennetz ist unzureichend. Eine Bahnlinie verbindet Conakry mit Kankan im Osten des Landes.
Die Geschichte Vor der Kolonisation bestand in Guinea ein islamischer Staat der Fulbe im Hochland Fouta Djalon. Ende des 19. Jh. setzten sich die Franzosen in dem Gebiet fest und Guinea wurde Territorium von Französisch-Westafrika. Eine aktive Nationalbewegung erwachte 1952 unter Führung Sekou Toures. 1957 erhielt Guinea Teilautonomie. 1958 wurde es unabhängige Republik unter Präsident Toure. Dieser etablierte ein Terror-system, das auf Repression und Überwachung beruhte. Nach dem Tode Toures 1984 übernahm das Militär unter Führung von L. Conte die Macht. 1990 wurde per Referendum die Einführung einer neuen präsidialen Verfassung gebilligt. Bei Wahlen 1993 wurde Conte im Amt bestätigt. Die Opposition erhob den Vorwurf des Wahlbetrugs. Die 1995 durchgeführten Parlamentswahlen gewann die PUP, die Partei des Präsidenten. Der Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft kam über Ansätze nicht hinaus. Präsidentschaftswahlen im Dezember 1998 gewann erneut Conte.
Reiseinformation Nach der Unabhängigkeitserklärung 1958 blieb Guinea lange Zeit isoliert, und erst nach dem Tod des Diktators Sekou Touré im Jahre 1984 öffnete sich das Land allmählich dem Tourismus. Dennoch ist Guinea auch heute noch eines der am wenigsten besuchten Länder Afrikas. Guineas Reiz liegt in seiner unberührten Landschaft mit Bergen und Ebenen, Savannen und Wäldern. Die drei großen Flüsse Westafrikas - der Gambia, der Senegal und der Niger - entspringen hier. Das Fouta-Djalon-Hochland ist bekannt für seine malerischen Hügel, Täler und Wasserfälle; die Region wird hauptsächlich von den muslimischen Fula bewohnt. Im Osten liegen viele historische Städte. Im Süden befindet sich Guinée Forestière, ein mit Regenwald bewachsenes Hochland, das von nicht-islamischen Volksgruppen bewohnt wird. Die Hauptstadt Conakry befindet sich auf der Insel Tumbo und wird durch einen 300 m langen Pier mit der Halbinsel Kaloum verbunden. Die schöne Kathedrale (1930) in der Stadtmitte ist sehenswert. Ganz besonders interessant sind die Kakimbon-Höhlen bei Ratoma, die einen bedeutenden religiösen Stellenwert haben und auch in vielen Legenden eine Rolle spielen. Die Iles de Los, unweit der Halbinsel Kaloum, sind einen Besuch wert und leicht von Conakry aus erreichbar. Le Voile de la Mariée, ca. 150 km von Conakry in der Nähe von Kindia, ist ein malerischer Ort am Fuß eines ca. 70 m hohen Felsens, von dem der Fluß Sabende inmitten üppiger tropischer Vegetation in einen Teich hinabrauscht. In Pita, zwischen Dalaba und Labé, sollte man sich den Kinkon-Wasserfall nicht entgehen lassen, der 150 m in die Tiefe stürzt. In Guinea gibt es keine Nationalparks; die Tierwelt kann am besten in den Savannen im Nordosten, zwischen dem Tinkisso River und der Grenze zu Mali, sowie am Fuße des Fouta-Djalon-Plateaus und in den südöstlichen Landesteilen beobachtet werden.
Verkehrsmittel: FLUGZEUG: Guinee Airlines (J9) bietet einige Inlandflüge zwischen Conakry, Labe, Kissidougou, Macenta, Siguiri, Boke, Kankan und N'Zerekoré an. BUS/PKW: Die Straßen sind in schlechtem Zustand und werden selten benutzt. Polizeikontrollen sind sehr häufig. Kleinere Straßen sind häufig vom Busch überwachsen. In der Regenzeit (Mai - Oktober) ist die Straßenbenutzung oft unmöglich. Die Straßen zwischen Conakry (über Kindia) und Kissidougou sowie zwischen Boké und Kamsar sind mit Metallplatten belegt, ebenso die Straße nach Freetown (Sierra Leone). Taxis sind vorhanden, Fahrpreise sollten im voraus vereinbart werden. Buschtaxis sind ein populäres Transportmittel.
STADTVERKEHR: Busse und Taxis sind in Conakry preiswert. Unterkunft:
HOTELS: In Conakry findet man einige teure Hotels mit akzeptablem Komfort, auch in Labé, Kindia und Dalaba gibt es einige Hotels.
PENSIONEN: Gibt es in den meisten größeren Städten.
CAMPING: Zelten ist nicht gestattet.
aus: http://afrika.heimat.eu/Guinea.htm
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