Dalah môn - den See quetschen


Fete de la mare
dala mön (Maninka/Malinke): dala = See,mön = kneten , quetschen ?

Es gibt viele kleine Seen in Oberguinea die durch die Überschwemmungen der Flüsse gegen Mitte bis Ende der Regenzeit(August September) entstehen. Dabei werden die Fische aus den übergetretenen Flüssen mit in diese Seen gespült. Ab Oktober November zieht sich langsam das Wasser zurück, wobei viele Fische in den Seen zurückbleiben. Im Mai erreicht der Wasserstand in den Seen das Niveau, dass die Menschen hineingehen können, um zu fischen.

Ablauf:
(das Fischen im See per Boot ist verboten - in Flüssen und Bächen kann gefischt werden) In Kurala gibt es spezielle Leute, die vor den Festen die kleinen Krokodile entfernen und an andere Plätze bringen, so dass sie keine Gefahr für die Menschen sind, und auch nicht von den Menschen beim Fischen getötet werden.

Die fete de la mare in Baro ist die bekannteste in Oberguinea, weil Menschen zu dieser Gelegenheit Wünsche aussprechen können, die dann erfüllt werden.
(Ich hab es gemacht - es funktioniert. Allerdings ist jeder Wunsch an ein Verspreche geknüpft, das eingelöst werden muss, falls der Wunsch in Erfüllung geht. Viele Leute (hauptsächlich Frauen, die Kinder haben wollen) sagen dass es in Baro am besten funktioniert. Man sagt, die Geister (ghina), die um Hilfe gebeten werden, sind in Baro besonders stark

Das Besondere:

Das Fest (Vermutung) ist ein Fest im Sinne der Gleichheit aller. Es gibt auch eine Geschichte von jemandem, der einen besonders großen Fisch fängt aber nicht alleine essen darf, weil es ihm sonst Unglück bringt.

Zu diesen Festen kommen die Menschen mit dem, was sie an Kultur haben (Tänzer,Trommler, Bolon Spieler, Balaphon Spieler) und jedes Dorf möchte zeigen, dass sie die Besten sind (eine Art Wettbewerb, aber nicht als Wettkampf angelegt).

Das Besondere ist auch, dass die Menschen von sehr weit her anreisen, weil sie von ihren Familie gerufen werden. Es ist die Gelegenheit sich zu zeigen, und sich zu beweisen. Es werden viele Opfer gebracht, und es wird viel füreinander gebetet.

Touristen sind erwünscht, da ihre Anwesenheit das Ansehen (den Wert) der Fete erhöht, und es ist eine gute Gelegenheit, Seiten von Afrika zu sehen, die sonst nicht so einfach zu sehen und zu erleben sind.

Es gibt viel Rituale(Zeremonien), die das Fest vorbereiten und begleiten. Was hier zu erleben ist, ist das Original, das, was die Religion - der Islam - nicht verdrängen konnte, so wie es in anderen Gegenden (Bsp. Region Kankan) geschehen ist.